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News & Pressemitteilungen

Neuigkeiten aus Hettstedt

06.02.2019

Gesund aufwachsen in Hettstedt – Bewegungsförderung in der Kommune

Für Hettstedts Kinder einen Teil des öffentlichen Raumes ihrer Heimatstadt als neue Spiel- und Freifläche gestalten? Oder sie durch spannende Angebote in Sportvereinen zu mehr Bewegung motivieren? Weil Bewegung insbesondere im Kindes- und Jugendalter entscheidend zum gesunden Wachstum und zur sozialen Entwicklung der Heranwachsenden beiträgt, stellen Sachsen-Anhalt Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC und die Stadt Hettstedt die Bewegungsförderung als eines der zentralen Themen kommunaler Gesundheitsförderung und Prävention  in den Mittelpunkt einer Fachtagung. Am Donnerstag, 21. Februar, wollen die Kooperationspartner mit lokalen Akteuren aus den Lebenswelten der Kinder – aus Familien, KiTas, Schulen und Sportvereinen sowie mit Kommunalpolitikern – beraten, wie durch Gestaltung des Wohnumfeldes, vorhandener Spielplätze sowie Parks, Freizeit und Sportanlagen in der Stadt neue Bewegungsangebote für die jüngsten Bewohner geschaffen werden können. Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert sieht im Umgang mit Kindern neben der moralischen und gesellschaftlichen Verpflichtung mit Blick auf den demografischen Wandel in der Region auch eine Investition in die Zukunft. „Wer gesund und aktiv aufwächst, entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit mit festen Wurzeln in der Heimat“, meint er. „Das ist eine Herausforderung, die Ideen, Initiativen und das Engagement Vieler braucht.“

Den Teilnehmenden der Veranstaltung „Gesund aufwachsen in Hettstedt – Bewegungsförderung in der Kommune“, zu der sich weitere Interessierte bei der LVG (Frau Lippe, Tel: 0391/8364 111) anmelden können, wird Dr. Dieter Breithecker von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung aufzeigen, wie Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche im kommunalen Kontext aussehen kann. Denn muskuläre Aktivitäten müssen sich in einer schon bei den Jüngsten überwiegend durch einen sitzenden Alltag geprägten Zeit regelmäßig entfalten können, setzen sie doch für die körperliche und geistige Gesundheit wichtige Botenstoffe wie Hormone, Enzyme und Proteine frei, meint der Experte.

Aus dem hessischen Griesheim, Deutschlands erster bespielbarer Stadt, kommt Prof. Bernhard Meyer nach Hettstedt, um zu berichten, wie auf pfiffige Art und Weise, mit überschaubarem Finanzaufwand, aber mit viel Herzblut und Kreativität den Kindern der Stadt öffentlicher Raum zurückgegeben wurde. Dass sich auch in Sachsen-Anhalts Kommunen schon etwas für nachahmenswerte Bewegungsangebote für die Bevölkerung bewegt, wird Dr. Ulrich Schwabe am Beispiel des Aktionsbündnisses „Bernburg bewegt“ aufzeigen, und Freizeitsportler aus Quedlinburg ihr „Vereinsnetzwerk als Ressource“ vorstellen.

Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten und natürlich auch Gesund im Alter sein – dafür engagiert sich Sachsen-Anhalts Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC im ganzen Land. In allen Landkreisen ist die bei der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. LVG angesiedelte KGC beratend tätig, begleitet Akteure vor Ort, unterstützt Vernetzungsprozesse und bietet Qualifizierungsmöglichkeiten an, um die sich mit dem Präventionsgesetz bietenden neuen Möglichkeiten bei der Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene gut nutzen zu können. Die Stadt Hettstedt ist darüber hinaus eine von drei Modellkommunen in Sachsen-Anhalt, in der die KGC besonders intensiv einen der Schwerpunkte des Präventionsgesetzes unterstützt. Während in dieser Stadt das Thema „Gesund aufwachsen“ im Fokus steht und kommunale Strategien für Prävention und Gesundheitsförderung der Kinder und Jugendlichen entwickelt werden sollen, geht es in der Lutherstadt Eisleben vor allem um „Gesund leben und arbeiten“ und in Sangerhausen um „Gesund im Alter“.

Hintergrund

Das am 25.07.2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz legt einen besonderen Schwerpunkt auf Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten (Settings). Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen zusammen noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen aktiv auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. Die Aufgabe der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Sachsen-Anhalt ist es, kommunale Akteure bei der Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen und zu begleiten. Dabei sollen bereits vorhandene Strukturen und Initiativen mit dem Schwerpunkt der Qualitätsentwicklung vernetzt und so Möglichkeiten für regelmäßigen Erfahrungsaustausch geschaffen werden. Die KGC wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a Absatz 3 SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

Ihre Ansprechpartnerin: LVG, Frau Lippe, Tel: 0391/8364 111