Mansfelder-Scheiben-Express anlässlich 35 Jahre Verein
In diesem Jahr begeht der Mansfelder Bergwerksbahn e.V. sein 35jähriges Vereinsjubiläum. „Unter dieses Jubiläum stellen wir das gesamte Vereins- und Veranstaltungsjahr 2026“, so Marco Zeddel, Pressesprecher der Bergwerksbahn. Die Vereinsmitglieder haben daraufhin beschlossen, dass es in der Saison 2026 einmal einen „Mansfelder-Scheiben-Express“ geben wird, in dessen Rahmen eine Führung über das Gelände inkl. Besichtigung der Ausstellung geboten wird. So startet dieser am 03. Juni 2026 um 10:00 Uhr von Benndorf.
Am 19. April 2024 wurde vor knapp 50 geladenen Gästen die neue Ausstellung zur Bedeutung der Bergwerksbahn im Mansfelder Kupferschieferbergbau im Lokschuppen der Mansfelder Bergwerksbahn eingeweiht und im Rahmen des anschließenden Tages der Industriekultur am 21. April 2024 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit diesem Zeitpunkt erfreut sich die Ausstellung an den Öffnungstagen (einmal im Monat sowie zu besonderen Anlässen) großer Beliebtheit. So waren in der ersten Saison 2024 ca. 600 Besucher zu verzeichnen. Im Rahmen der Führung über das Gelände und durch die Ausstellung erfahren die Fahrgäste und Besucher vieles Interessantes aus der Geschichte der Bergwerksbahn und ihren Aufgaben. Das Ganze ist gespickt mit augenzwinkernden Geschichtchen und Anekdötchen. So erfahren die Besucher z.B. was das Nürnberger Ei mit der Kupferkammerhütte zu tun hat, was der Ausspruch „Mache Jank!“ ins Hochdeutsche übersetzt bedeutet, warum es in Eisleben keine Rossschlächterei mehr gibt oder das Bückling ein Spion und nicht der Erfinder des gleichnamigen Herings ist. Und natürlich wird auch die Frage beantwortet, ob das Mansfelder Land eine Scheibe ist.
Bei einem Zeitfenster von ca. 5h haben die Besucher genug Zeit, sich nach der Führung alles nochmal in Ruhe und individuell anzuschauen. Danach geht es zu Fuß zu einem Abstecher ins ca. 1,5 km entfernte Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss nach Burgörner-Altdorf. Dort kann man ebenfalls an einer Führung z.B. zur ersten deutschen Dampfmaschine wattscher Bauart oder das Freigelände teilzunehmen.
In den nächsten fünf Jahren ist vorgesehen, die komplette Ausstellung dann in das zukünftige Empfangs- und Sozialgebäude am Bahnhof Kupferkammerhütte einziehen zu lassen. Für dieses Projekt des Wiederaufbaus des Gebäudes wurden Fördermittel aus den Töpfen des Braunkohleausstiegs beantragt, welche in den letzten Monaten über das Programm „InKult“ auch avisiert wurden. „Wir wollten die nun neu geschaffenen Exponate jedoch nicht alle jahrelang auf dem Dachboden oder Garagen einlagern und der Öffentlichkeit vorenthalten, dafür steckt zu viel Zeit, Geld und Mühe drin.“, so Zeddel abschließend. So wurde diese doch sehr ansehnliche Interimsausstellung über Corona-Fördermittemittel aus dem Programm „Neustart Kultur“ geschaffen und lädt interessierte Besucher ab sofort zu den genannten Öffnungstagen oder nach vorheriger Anmeldung herzlich ein. Für Gruppen ab 10 Personen ist es auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich, die Ausstellung im Lokschuppen nach vorheriger Anmeldung zu besuchen.
Anmeldung und weitere Infos unter:
mansfelder@bergwerksbahn.de; www.mansfelder-bergwerksbahn.de
Tel. 034772 27640 (Zu unseren Bürozeiten Mo.-Fr. von 09:00 bis 16:00 Uhr)
Wichtig für Besucher: Anfahrt über Torzufahrt Pappelweg 11, 06333 Hettstedt.