Die Helios Kliniken Mansfeld-Südharz informieren in ihrer Patientenakademie über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – zwei der wichtigsten Dokumente, die jeder Mensch kennen und besitzen sollte: Was sie bedeuten, wie sie erstellt werden und warum es nie zu früh ist, sich damit zu befassen.
Die Helios Kliniken Mansfeld-Südharz setzen ihre erfolgreiche Patientenakademie-Reihe 2026 fort. Am 19. Mai lädt das Haus unter dem Titel „Rechtzeitig regeln, Ruhe bewahren: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung leicht erklärt" zu einem Informationsabend ein, der ein Thema in den Mittelpunkt rückt, dass viele Menschen kennen – aber allzu oft vor sich herschieben. Referentin des Abends ist Bianka Ponikau, Oberärztin für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikstandort Lutherstadt Eisleben.
Schwere Unfälle, plötzliche Erkrankungen oder der schleichende Verlust der Entscheidungsfähigkeit im Alter – Situationen, in denen Menschen nicht mehr für sich selbst sprechen können, sind keine Seltenheit. Wer dann nicht vorgesorgt hat, überlässt mitunter Angehörigen, Ärzten oder dem Gericht die Entscheidung über medizinische Maßnahmen, Behandlungsabbrüche oder intensivmedizinische Versorgung. Genau hier setzen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung an: als rechtlich wirksame Instrumente, die den eigenen Willen dokumentieren – und damit sowohl Betroffene als auch deren Familien entlasten.
Der Veranstaltungsabend greift gezielt jene Fragen auf, die viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, aber selten beantwortet bekommen: Was ist der Unterschied zwischen einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung? Wer darf bevollmächtigt werden – und wozu genau? Wie verbindlich sind solche Dokumente im medizinischen Alltag? Was passiert, wenn keine Verfügung vorliegt? Und: Wie formuliert man den eigenen Willen so klar, dass er im Ernstfall auch tatsächlich gilt?
Gerade aus der Perspektive der Anästhesie und Intensivmedizin kommt diesen Fragen eine besondere Bedeutung zu. Intensivmedizinerinnen und Intensivmediziner sind es, die in akuten Krisensituationen oft als erste mit dem Fehlen solcher Dokumente konfrontiert werden – und die erleben, welche Belastung das für alle Beteiligten bedeutet. Bianka Ponikau bringt diese Erfahrung unmittelbar in den Abend ein.
„In meiner täglichen Arbeit auf der Intensivstation erlebe ich immer wieder, wie schwierig es für Angehörige ist, in einer ohnehin belastenden Situation Entscheidungen über medizinische Maßnahmen zu treffen – einfach, weil der Wille des Patienten nicht dokumentiert ist. Eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung sind kein Zeichen von Resignation, sondern von Verantwortung – für sich selbst und für die Menschen, die einem nahestehen. Unser Ziel an diesem Abend ist es, die Hemmschwelle zu senken, Missverständnisse auszuräumen und verständlich zu erklären, wie sich jeder Mensch rechtssicher absichern kann", sagt Bianka Ponikau, Oberärztin für Anästhesie und Intensivmedizin.
Veranstaltungsdetails
Thema: Rechtzeitig regeln, Ruhe bewahren: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung leicht erklärt
Referentin: Bianka Ponikau, Oberärztin für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikstandort Lutherstadt Eisleben
Wann? Dienstag, 19. Mai 2026 ab 17:00 Uhr
Wo? Helios Kliniken Mansfeld-Südharz, Klinikstandort Hettstedt – Veranstaltungsraum, Robert-Koch-Straße 8, 06333 Hettstedt
Alle Interessierten und Betroffenen sind herzlich eingeladen! Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kaltgetränke sowie Snacks stehen kostenfrei bereit. Die Veranstaltung am 19. Mai ist zugleich die letzte der Patientenakademie vor der Sommerpause – wer also noch einen informativen Abend vor dem Sommer erleben möchte, sollte sich diesen Termin vormerken. Ab September geht die Reihe mit neuen spannenden Themen weiter.