Walbeck
Walbeck liegt mit seinen etwas über 900 Einwohnern am Ostrand des Harzes, in der hügeligen Landschaft aus Äckern, Wald, Obstplantagen sowie Busch- und Grasvegetation. Der Name Walbeck stammt von dem kleinen Bach Walbke oder Walbach, der nordwestlich von Ritterode entspringt, durch den Ort fließt und bei Wiederstedt in die Wipper mündet.
Der Ort Walbeck wurde im Jahre 950 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Auf Grund seiner besonderen verkehrsgeografischen Lage, zwischen den Pfalzen des Ostharzes, besaß Walbeck eine wichtige Rolle als Reichshof. Etwa 200 Jahre lang haben viele deutsche Kaiser und Fürsten diese Stätte besucht.
Nähert man sich Walbeck auf der Bundesstraße 180 von Aschersleben bzw. Quenstedt her, bietet der Ort dem Betrachter einen eindrucksvollen Anblick. Dem Schloss und der Kirche auf der jenseitigen Höhe des breiten Walbachtales kommt dabei zweifelsohne der hauptsächliche Anteil zu. Die bauliche und landschaftliche Prägung, die der Ort durch die Schlossbesitzer der Familie von dem Bussche nach 1741 erfahren hat, ist noch heute erkennbar. Das wahrscheinlich 1750 vollendete Schloss hat noch heute seine Gestalt.
Die westlichen Teile eines einstigen Lustgartens werden heute für den Tierpark und seine großzügigen Anlagen, Freigaststätte Tiergehegen und einen Spielplatz genutzt. Die Anfänge des Tierparkes, der aus der einstigen Gutsgärtnerei entstand, gehen auf das Jahr 1966 zurück. Der östliche Teil wird als Park genutzt. Hier findet sich noch heute ein kleiner Teich, welcher mit seinem ursprünlich gepflasterten Grund als Badeteich genutzt wurde. Ein Wiesenweg führt vom Park innerhalb des Walbachtales zum Planteurhaus.
Ortsbürgermeisterin: Liane Weinert
Ortschaftsrat Walbeck: 6 Mitglieder + Ortsbürgermeisterin
Ritterode/Meisberg
Der über 1000 Jahre alte Ort Ritterode/Meisberg liegt etwa 3,5 km westlich von Hettstedt. Ritterode liegt in der oberen Talaue des kleinen Hadebornbaches, welcher in einem Bauernhof in Ritterode in der Dorfstraße Nr. 20 entspringt.
Der Hadebornbach speist den Dorfteich in Ritterode und schlängelt sich über die Wiesen zum Dorfteich des Ortsteiles Meisberg. Im weiteren Verlauf erreicht der Hadebornbach in Hettstedt die Wipper.
Die ruhige und reizvolle Lage wird unterstrichen durch den Wechsel von ansehnlichen Eichenbewaldungen mit offenen Wiesenfluren.
Ritterode und Meisberg gehörten im frühen Mittelalter zum Besitz des nahe gelegenen Rittergutes Walbeck als Vorwerke. Ritterode entstand bereits in der Anfangszeit der Rodungsperiode im Ostharzgebiet. Im Jahre 992 als Rothirarode und später Rüdigerode genannt, wird Ritterode auch im Zusammenhang mit der Postgeschichte des Mansfelder Landes erwähnt.
Landschaftlich gesehen liegen Ritterode und Meisberg am Rande des Mansfelder Berglandes im Ostharzgebiet in der Nähe des naturgeschützten Waldgebietes "Steinberg".
Eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt ist dieser wechselvollen Landschaft geschuldet, dem sanften Wechsel zwischen Talauen, bewaldeten Bergkuppen, Waldflächen und den dem Unterharz eigenen steppenartigen Freiräumen. Im Frühjahr erfreut ein weißer Teppich des Buschwindröschens den Wanderer. Mit im Bestand der Hainbuchen, Robinien, Rotbuchen und Traubeneichen stehen Türkenbundlilien, Aronstab, Maiglöckchen und Salomonsiegel als Bodenbewachsung des Mischwaldes im Steinberg.
In den Anfängen des Kupferbergbaues im Mansfeldischen hat man zwischen Hettstedt und Meisberg Erz im nach Westen auslaufenden Kupferflöz der Mansfelder Mulde abzubauen versucht. Davon zeugen noch Resthalden an der Chaussee nach Meisberg am Rande des heutigen Gewerbegebietes. Heute bestimmen schmucke neue Eigenheime, gepflegte Gärten und saubere Anlagen das Bild dieser idyllisch gelegenen Ort.
Ortsvorsteher: Frank Nestler